Industrielle Symbiose
- Benno Müller
- 24. Mai 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 8. Juni 2025
Ich habe zu dem Thema ein etwas ausführlicheres Video gemacht, was die hier vermittelten Inhalte aufgreift und auch graphisch untermalt. Hier im Artikel findet ihr die wichtigsten Informationen noch einmal zusammengefasst und zusätzlich den detaillierten Bericht meiner Gruppenarbeit zur Analyse von Möglichkeiten der Industriellen Symbiose in einer Region in Schweden. Das soll ein besseres Verständnis dazu liefern, wie vorgegangen wird um industrielle Symbiose zu ermöglichen, aber auch darstellen, welche Hürden es gibt. Der Bericht geht also anhand eines Fallbeispiels tiefer in die Materie der industriellen Symbiose und deren Anwendung ein.
Konzept und Ziele
Industrielle Symbiose bezeichnet den Austausch von Materialien und Energie zwischen verschiedenen Akteuren zum gegenseitigen Vorteil. So können Nebenprodukte und Abfälle einer Fabrik eventuell als Rohstoffe in einer anderen Fabrik genutzt werden. Somit schließen sich Stoffkreisläufe und die Energieeffizienz steigt. Das führt zu einem verringertem Verbrauch von frischen Rohstoffen und Energie, während gleichzeitig Abfälle und Emissionen vermieden werden. Das Ziel der Industriellen Symbiose ist also eine gesteigerte Ressourceneffizienz, die gleichzeitig Umweltauswirkungen reduziert und auch für mehr Resilienz und Unabhängigkeit sorgt.
Fallbeispiel Industrielle Symbiose in Fyrbodal
Als Teil des Kurses "Urban Metabolism and Ressources" an der Chalmers University of Technology in Göteborg habe ich während meines Erasmus Auslandssemesters die Symbiose-Chancen der Industrie in Fyrbodal, einer Region in Schweden, analysiert und bewertet. Ziel war es einen groben Überblick über mögliche Potentiale zu haben und basierend darauf Handlungsempfehlungen für die Region abgeben zu können. Wir haben dafür zunächst den Scope eingegrenzt bevor wir eine Input-Output Analyse vorgenommen haben. Wir haben die Menge an vermiedenem Abfall und vermiedenen Rohstoffe quantifiziert, sowie die Menge an gespartem CO2 durch den verringerten Bedarf an neuen Rohstoffen. Zusätzlich haben wir uns die räumliche Machbarkeit angeschaut und die Industrien und Abnehmer in einer Karte eingezeichnet. Basierend auf den Ergebnissen konnten wir eine Priorisierung von Maßnahmen angeben, nachdem wir unsere Arbeit kritisch beleuchtet und Schwächen unseres Vorgehens diskutiert haben.
Der detaillierte Bericht für dieses Fallbeispiel kann hier heruntergeladen werden:



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